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Veröffentlicht am 16.12.2025

Wie viele Lieferdienste gibt es eigentlich in Deutschland? Die Frage klingt einfach, ist aber erstaunlich schwer zu beantworten. Denn was zählt überhaupt als Lieferdienst? Die klassische Pizzeria mit eigenen Fahrern, das Restaurant, das nur über ein Portal liefert, der Caterer, der Hofladen mit Lieferservice?
Kurz & knapp
Die amtliche Statistik erfasst Gastronomiebetriebe nach Wirtschaftszweigen – Restaurants, Imbisse, Caterer –, aber nicht danach, ob sie liefern. Viele Restaurants bieten Lieferung nur nebenbei an, manche nur über ein Portal, andere nur an bestimmten Tagen. Und die Portale veröffentlichen ihre Partnerzahlen zwar gern, zählen aber jeden Betrieb, der dort gelistet ist – unabhängig davon, wie viel er tatsächlich liefert.
Eine pragmatische Methode: Deutschland ist in 95 Postleitzahl-Leitregionen aufgeteilt, die sehr unterschiedlich groß, aber hinsichtlich der Einwohnerzahl einigermaßen vergleichbar sind. Das kleine Gebiet in Berlin hat ähnlich viele Einwohner wie die große, ländlich geprägte Region um Leipzig. Zählt man in einer Stichprobe solcher Regionen die klassischen Bringdienste mit eigenem Lieferangebot und rechnet auf das ganze Land hoch, kommt man auf rund 16.000 Betriebe – etwa einen Lieferdienst pro 5.100 Einwohner.
Diese Zahl beschreibt den Kern des Marktes: Pizzerien, Asia-Lieferdienste, Burger- und Döner-Bringdienste, die das Liefern als Hauptgeschäft betreiben. Sie stammt allerdings aus der Zeit vor 2020.
Für die Praxis
Für deinen eigenen Betrieb ist die bundesweite Zahl weniger wichtig als die Lage vor Ort: Wie viele Lieferdienste beliefern deine Postleitzahlen, mit welcher Küche, zu welchen Zeiten? Ein Blick in Google Maps und die Portale zeigt dir in einer halben Stunde, wo es Lücken gibt.
Eine exakte Zahl wird es wohl nie geben. Sicher ist: Der Markt ist größer und vielfältiger geworden – und wer sich mit einem guten Angebot, einem eigenen Bestellkanal und guter lokaler Sichtbarkeit aufstellt, hat auch neben den großen Plattformen sehr gute Chancen.
Stand: Dezember 2025. Die Hochrechnung ist eine Schätzung und keine amtliche Statistik.
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