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Veröffentlicht am 07.07.2026

Lieferdienste haben es nicht leicht: lange Tage, knappe Margen, steigende Preise für Zutaten und Personal. Umso mehr tut es weh, wenn von jeder Bestellung ein fester Prozentsatz an eine Plattform geht – auch dann, wenn der Gast dich längst kennt und nur aus Gewohnheit über die App bestellt. Die Frage ist berechtigt: Muss das heute noch sein?
Kurz & knapp
Bei den großen Lieferportalen zahlst du einen Prozentsatz vom Bestellwert. Üblich sind – je nach Vertrag und Stadt – rund 13 bis 14 Prozent, wenn du mit eigenen Fahrern auslieferst, und bis zu 30 Prozent, wenn das Portal die Lieferung übernimmt. Dazu kommen Mehrwertsteuer auf die Provision, teilweise Gebühren für Online-Zahlungen und für Extras wie bessere Platzierung.
Das Problem ist nicht nur die Höhe, sondern die Logik: Je erfolgreicher du bist, desto mehr zahlst du. Deine Miete steigt nicht, wenn du mehr Pizzen verkaufst – die Provision schon.
Provisionsfreie Bestellsysteme funktionieren wie ein Mietvertrag: Du zahlst einen festen Betrag im Monat und kannst damit so viele Bestellungen annehmen, wie du möchtest. Je nach Anbieter und Funktionsumfang liegen solche Pakete grob zwischen 30 und 100 Euro monatlich.
| Monatsumsatz über das Portal | 13 % Provision + MwSt. | 30 % Provision + MwSt. | Festpreis 49 € + MwSt. |
|---|---|---|---|
| 1.000 € | 155 € | 357 € | 58 € |
| 2.500 € | 387 € | 893 € | 58 € |
| 5.000 € | 774 € | 1.785 € | 58 € |
Schon bei 1.000 Euro Monatsumsatz – das sind rund zwei Bestellungen am Tag – ist der Festpreis deutlich günstiger. Bei durchschnittlich 25 Euro pro Bestellung und 13 Prozent Provision hat sich ein Paket für 49 Euro netto nach etwa 15 Bestellungen im Monat bezahlt gemacht. Zahlungsgebühren für PayPal oder Karte fallen in beiden Modellen an; Details dazu im Beitrag Zahlungsarten und Gebühren im Liefershop.
Praxis-Tipp
Ein Beispiel für einen Liefershop ohne Provision ist eCaupo: zwei Pakete zu 39 oder 49 Euro im Monat (zzgl. MwSt.), ohne Umsatzbeteiligung und mit drei Monaten Mindestlaufzeit nach der Testphase. Wir haben das System ausführlich vorgestellt.
Nicht unbedingt. Portale haben Reichweite: Wer neu in der Stadt ist oder einfach „Pizza“ in die App tippt, findet dich dort. Viele erfolgreiche Lieferdienste nutzen das Portal deshalb als Schaufenster für Neukunden – und holen jeden Gast, der einmal zufrieden war, in den eigenen Shop. Wie das konkret geht, zeigt unser Fünf-Schritte-Plan für den eigenen Bestellkanal.
Provision auf jede Bestellung ist kein Naturgesetz. Wer die eigenen Zahlen kennt, sieht schnell, wie viel Geld jeden Monat an die Plattform fließt – und wie wenig ein eigener Shop dagegen kostet. Der Wechsel muss nicht radikal sein, aber er sollte beginnen.
Stand: Juli 2026. Alle Angaben nach bestem Wissen und ohne Gewähr – Preise und Bedingungen von Anbietern ändern sich.
Kostenlos
60+ Fragen, mit denen du jede Liefershop-Software prüfst – bevor du unterschreibst.
Tipp aus der Redaktion
Du willst raus aus der Provision? Unser Schritt-für-Schritt-Plan zeigt, wie du Stammkunden ohne Risiko in den eigenen Bestellshop holst.
Gepostet in Ausstattung
Pizza ohne Karton: Die RECUP-Pizzabox bringt das bekannteste Mehrwegsystem Deutschlands in den Lieferdienst. Mit dem Pfandsystem von eCaupo laufen Pfand, Austausch an der Tür und Fahrer automatisch mit – so klappt der Start in fünf Schritten.
Gepostet in Shops & Apps
Raus aus der Provision, ohne Umsatz zu verlieren: Mit diesem Fünf-Schritte-Plan holst du Stammkunden vom Portal in deinen eigenen Liefershop – während das Portal weiterläuft.
Gepostet in Recht & Wissen
Wareneinsatz, Verpackung, Fahrer, Provision, Zahlungsgebühren: Mit diesem Schema findest du heraus, was eine Pizza wirklich kostet – und welcher Preis am Ende etwas übrig lässt.
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