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Veröffentlicht am 28.09.2026

Lieferportale bringen Sichtbarkeit – und kosten bei jeder Bestellung mit. Gerade bei Stammkunden, die deine Pizzeria längst kennen, zahlst du so dauerhaft für einen Kontakt, den du eigentlich schon hast. Die gute Nachricht: Du musst das Portal nicht von heute auf morgen kündigen. Der sicherste Weg ist ein eigener Bestellkanal, der parallel wächst.
Kurz & knapp
Bei den großen Plattformen liegen die Provisionen – je nach Vertrag – bei rund 13 bis 14 Prozent, wenn du selbst auslieferst, und bei bis zu 30 Prozent, wenn die Fahrer des Portals kommen. Dazu kommt die Mehrwertsteuer auf die Provision. Wie schnell sich das summiert, zeigt unser Rechenbeispiel zu Provision und Festpreis.
Fast noch wichtiger als das Geld: Auf dem Portal gehören die Kunden dem Portal. Du siehst nur die einzelne Bestellung, kannst Gäste aber kaum selbst ansprechen. In der App wird deinem Stammkunden beim nächsten Öffnen zuerst die Konkurrenz gezeigt. Im eigenen Shop bestimmst du Preise, Angebote und den Kontakt zu deinen Gästen selbst.
Nimm die Abrechnungen der letzten drei Monate: Wie viel Umsatz lief über das Portal, wie viel Provision, Zahlungsgebühren und sonstige Kosten hast du bezahlt? Teile das durch die Zahl der Bestellungen. Die Zahl „Kosten pro Bestellung“ ist dein wichtigstes Argument – für dich und später für deine Gäste.
Gäste wechseln nur, wenn das Bestellen bei dir mindestens so bequem ist wie auf dem Portal. Das heißt: mobil schnell, mit Fotos, mit PayPal, Apple Pay oder Google Pay, mit klarer Lieferzeit und Bestätigung. Achte bei der Auswahl auf eine eigene Domain, die auf deinen Namen läuft (warum das wichtig ist), und auf Zugriff auf deine Kundendaten. Spezialisierte Systeme wie eCaupo bringen das alles mit: eigener Webshop unter deiner Adresse, eine Bestell-App, in der keine Konkurrenz auftaucht, und Online-Zahlung direkt auf dein Konto. Unsere Checkliste für Liefershop-Systeme hilft beim Vergleich.
Jede Portal-Bestellung ist eine Chance: Lege jeder Lieferung einen Flyer mit QR-Code und einem Vorteil für die Direktbestellung bei – etwa ein Getränk gratis oder einen Rabatt auf die erste Bestellung im eigenen Shop. Wie du den Code in wenigen Minuten erstellst, steht in unserer QR-Code-Anleitung. Schulen auch Fahrer und Telefon: „Beim nächsten Mal gern direkt bei uns – da ist es günstiger.“
Im eigenen Shop kannst du belohnen, was das Portal nicht belohnt: Treue. Digitale Bonuskarten, Gutscheine für die zehnte Bestellung oder exklusive Angebote nur im eigenen Kanal sorgen dafür, dass Gäste bleiben. Ideen findest du im Beitrag Stammkunden gewinnen mit Bonuskarte und Gutscheinen. Wer seinen Shop mit eCaupo betreibt, kann dafür eine digitale Bonuskarte dazubuchen – sie funktioniert nur im eigenen Kanal und wird so zum Argument gegen das Portal.
Erst wenn dein eigener Kanal trägt, lohnt es sich, das Portal zurückzufahren: kleineres Liefergebiet, höhere Mindestbestellwerte oder angepasste Preise auf der Plattform. Manche Betriebe behalten das Portal dauerhaft als „Schaufenster“ für Neukunden – das ist völlig in Ordnung, solange die Stammkunden direkt bestellen.
Praxis-Tipp
Einen ausführlichen Fahrplan mit Rechenraster gibt es als kostenlosen PDF-Leitfaden beim Liefershop-Anbieter eCaupo: Schritt für Schritt raus aus der Portal-Abhängigkeit. Die Software selbst wird dort als Lieferando-Alternative mit Festpreis angeboten.
Spezialisierte Liefershop-Systeme kosten typischerweise einen festen Monatsbetrag zwischen etwa 30 und 100 Euro, oft mit kleiner Einrichtungsgebühr. Ein Beispiel: eCaupo kostet 39 oder 49 Euro im Monat (zzgl. USt.) ohne Provision – bei 13 Prozent Portalprovision hat sich das schon nach wenigen Bestellungen im Monat bezahlt gemacht. Hinzu kommen die Gebühren der Zahlungsanbieter für Online-Zahlungen – die fallen auf dem Portal genauso an, sind dort aber oft nicht einzeln ausgewiesen. Was PayPal, Karte und Apple Pay kosten, haben wir in einem eigenen Beitrag zu Zahlungsarten und Gebühren aufgeschlüsselt.
Ein eigener Bestellkanal ist keine Entscheidung gegen das Portal, sondern für mehr Unabhängigkeit. Wer parallel startet, Gäste konsequent umlenkt und Treue belohnt, spart Monat für Monat Provision – und baut einen Kundenstamm auf, der wirklich ihm gehört.
Stand: September 2026. Alle Angaben nach bestem Wissen und ohne Gewähr – Preise und Bedingungen von Anbietern ändern sich.
Kostenlos
60+ Fragen, mit denen du jede Liefershop-Software prüfst – bevor du unterschreibst.
Tipp aus der Redaktion
Du willst raus aus der Provision? Unser Schritt-für-Schritt-Plan zeigt, wie du Stammkunden ohne Risiko in den eigenen Bestellshop holst.
Gepostet in Ausstattung
Pizza ohne Karton: Die RECUP-Pizzabox bringt das bekannteste Mehrwegsystem Deutschlands in den Lieferdienst. Mit dem Pfandsystem von eCaupo laufen Pfand, Austausch an der Tür und Fahrer automatisch mit – so klappt der Start in fünf Schritten.
Gepostet in Shops & Apps
Raus aus der Provision, ohne Umsatz zu verlieren: Mit diesem Fünf-Schritte-Plan holst du Stammkunden vom Portal in deinen eigenen Liefershop – während das Portal weiterläuft.
Gepostet in Recht & Wissen
Wareneinsatz, Verpackung, Fahrer, Provision, Zahlungsgebühren: Mit diesem Schema findest du heraus, was eine Pizza wirklich kostet – und welcher Preis am Ende etwas übrig lässt.
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