Magazin – alle Ratgeber für Lieferdienste » Ausstattung

Fax war gestern: So landen Bestellungen direkt auf deinem Display

Veröffentlicht am 17.03.2026

Grafik: Bestellübersicht mit neuer Bestellung auf einem Tablet

Erstaunlich viele Bestellsysteme liefern Bestellungen immer noch per Fax oder E-Mail an den Lieferdienst. Das wirkt bewährt, ist aber eine der häufigsten Ursachen für verlorene Bestellungen, verärgerte Gäste und Rückrufe am Freitagabend. Moderne Systeme zeigen Bestellungen in Echtzeit auf einem Display an – mit Signalton, Bestätigung und automatischem Ausdruck.

Kurz & knapp

  • Fax-Bestellungen laufen meist über eine E-Mail an einen Fax-Dienst – jede Station kann ausfallen.
  • Besser: Bestellungen erscheinen sofort auf Tablet oder PC und werden automatisch als Bon gedruckt.
  • Der Gast bekommt eine Bestätigung mit Lieferzeit – das spart Rückfragen am Telefon.

Warum Fax und E-Mail unsicher sind

Ein Bestellsystem kann selbst kein Fax verschicken. Es sendet die Bestellung deshalb als E-Mail an einen Fax-Dienstleister, der daraus ein Fax erzeugt und an dein Gerät schickt. Damit hängt jede Bestellung an einer ganzen Kette:

  1. Die E-Mail muss ankommen – und darf nicht im Spamfilter landen.
  2. Der Fax-Dienst muss funktionieren und das Fax zustellen.
  3. Dein Faxgerät muss an sein, Papier und Toner haben und die Leitung frei.

Fällt ein Glied aus, ist die Bestellung weg – und niemand merkt es, bis der Gast anruft. Dazu kommen laufende Kosten pro Fax und die Tatsache, dass viele Telefonanschlüsse heute gar nicht mehr zuverlässig faxen können.

So funktioniert digitale Bestellannahme

Statt Faxgerät steht ein Tablet, Laptop oder PC in der Küche oder an der Theke. Darauf läuft die Bestellübersicht des Shops. Neue Bestellungen erscheinen sofort, begleitet von einem Signalton, bis jemand sie annimmt. Dann geht es mit wenigen Klicks weiter:

  • Annehmen und Lieferzeit bestätigen – der Gast bekommt automatisch Bescheid (warum das so wichtig ist).
  • Bon drucken – automatisch auf einem Bondrucker in Küche oder Theke.
  • Fahrer zuweisen – idealerweise mit einer Fahrer-App, die Adresse und Route gleich mitbringt.
  • Bestellung anpassen – wenn der Gast anruft und noch etwas ändern möchte.

Welche Technik brauche ich?

  • Tablet oder PC mit stabilem Internet (WLAN plus mobiles Datennetz als Rückfallebene).
  • Bondrucker (80 mm Thermodruck, per LAN, WLAN oder Bluetooth) – frag vorher, welche Modelle das System unterstützt.
  • Lautsprecher bzw. lauter Signalton, damit niemand eine Bestellung in der Hektik überhört.
  • Halterung an der Wand – Tablets auf der Arbeitsfläche überleben selten lange.

Praxis-Tipp

Prüfe, ob du eigene Geräte verwenden kannst oder an teure Hardware des Anbieters gebunden bist. Systeme wie eCaupo setzen auf automatische Bestellannahme mit Bondruck über gängige Geräte. Ein netter Nebeneffekt: Wer die Bestellung auf die Rückseite eines eigenen Flyers druckt, gibt dem Gast gleich die nächste Werbung mit.

Fazit

Ein Fax ist Technik von gestern – fehleranfällig, teuer und für den Gast unsichtbar. Eine digitale Bestellannahme kostet kaum mehr als ein Tablet und ein Bondrucker, verhindert verlorene Bestellungen und macht die Abläufe in der Küche spürbar ruhiger. Wer ein neues System sucht, findet die passenden Fragen in unserer Checkliste für Liefershop-Systeme.

Stand: März 2026. Alle Angaben nach bestem Wissen und ohne Gewähr – Preise und Bedingungen von Anbietern ändern sich.

Kostenlos

Die große Checkliste

60+ Fragen, mit denen du jede Liefershop-Software prüfst – bevor du unterschreibst.

Zur Checkliste →

Tipp aus der Redaktion

Du willst raus aus der Provision? Unser Schritt-für-Schritt-Plan zeigt, wie du Stammkunden ohne Risiko in den eigenen Bestellshop holst.

Das könnte dich auch interessieren

Mehrweg-Pizzabox im Lieferdienst: RECUP und eCaupo clever kombiniert

Mehrweg-Pizzabox im Lieferdienst: RECUP und eCaupo clever kombiniert

Gepostet in Ausstattung

Mehrweg-Pizzabox im Lieferdienst: RECUP und eCaupo clever kombiniert

Pizza ohne Karton: Die RECUP-Pizzabox bringt das bekannteste Mehrwegsystem Deutschlands in den Lieferdienst. Mit dem Pfandsystem von eCaupo laufen Pfand, Austausch an der Tür und Fahrer automatisch mit – so klappt der Start in fünf Schritten.

Lieferando-Alternative: So baust du deinen eigenen Bestellkanal auf

Lieferando-Alternative: So baust du deinen eigenen Bestellkanal auf

Gepostet in Shops & Apps

Lieferando-Alternative: So baust du deinen eigenen Bestellkanal auf

Raus aus der Provision, ohne Umsatz zu verlieren: Mit diesem Fünf-Schritte-Plan holst du Stammkunden vom Portal in deinen eigenen Liefershop – während das Portal weiterläuft.

Preiskalkulation für Lieferdienste: So rechnest du richtig

Preiskalkulation für Lieferdienste: So rechnest du richtig

Gepostet in Recht & Wissen

Preiskalkulation für Lieferdienste: So rechnest du richtig

Wareneinsatz, Verpackung, Fahrer, Provision, Zahlungsgebühren: Mit diesem Schema findest du heraus, was eine Pizza wirklich kostet – und welcher Preis am Ende etwas übrig lässt.

Das Praxis-Magazin für Lieferdienste, Pizzerien und Restaurants mit Lieferservice: eigener Bestellshop, Marketing, Recht und Kalkulation – verständlich erklärt.

© 2026 Lieferdienst Ratgeber