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Kunden lieben Lieferdienste mit gutem Service

Veröffentlicht am 03.03.2026

Junge Frau bestellt im Café am Smartphone

Warum bestellen Gäste immer wieder beim selben Lieferdienst? Fragt man herum, kommen fast immer zwei Antworten: weil das Essen gut ist – und weil alles einfach klappt. Am ersten Punkt arbeitest du jeden Tag in der Küche. Der zweite wird oft unterschätzt, dabei trennen sich genau hier die Guten von den Durchschnittlichen.

Kurz & knapp

  • Gutes Essen muss auch gut ankommen: Verpackung und Trennung von Saucen entscheiden mit.
  • Erzähl, was du besser machst – Bio-Zutaten, frischer Teig, regionale Partner.
  • Mit der Touchpoint-Methode findest du die Stellen, an denen Gäste unzufrieden werden.

Gutes Essen – auch nach 20 Minuten im Auto

Das Auge isst mit, und die Nase auch. Ein Gericht, das im Restaurant perfekt ist, kann nach der Fahrt pampig, kalt oder unansehnlich ankommen. Stell dir bei jedem Gericht drei Fragen:

  • Wie sieht es aus, wenn der Gast den Deckel öffnet?
  • Sollten Saucen, Dressings oder knusprige Toppings getrennt verpackt werden?
  • Hält die Verpackung warm, ohne dass alles durchweicht? (Mehr zu Mehrweg-Verpackungen)

Tue Gutes und sprich darüber

Du verwendest Bio-Mehl, machst den Teig selbst, beziehst Gemüse vom Hof nebenan oder verzichtest auf Geschmacksverstärker? Dann sag es – im Shop, auf dem Flyer, im Google-Profil. Gäste können nur schätzen, was sie wissen. Gute Fotos helfen dabei enorm (Tipps für Foodfotos).

Die Touchpoint-Methode

Schritt 1: Berührungspunkte aufschreiben

Notiere jeden Moment, in dem ein Gast mit deinem Lieferdienst in Kontakt kommt:

  1. Er findet dich (Google, Flyer, Empfehlung).
  2. Er öffnet den Shop und wählt Gerichte aus.
  3. Er bestellt und bezahlt.
  4. Er wartet.
  5. Er nimmt das Essen an der Tür entgegen.
  6. Er isst – und entscheidet, ob er wieder bestellt.

Schritt 2: Schwachstellen finden

Geh jeden Punkt aus Sicht des Gastes durch: Wo könnte er genervt sein? Lädt der Shop auf dem Handy zu langsam? Fehlen Fotos? Gibt es keine Bestätigung nach der Bestellung? Kommt der Fahrer ohne Wechselgeld? Bestell am besten selbst einmal anonym bei dir – oder bitte Freunde darum.

Schritt 3: Verbesserungen einführen

Ein Klassiker ist Punkt 4, das Warten: Der Gast weiß nicht, ob alles geklappt hat. Eine Bestätigung mit Lieferzeit macht aus der grauen Wolke ein gutes Gefühl. Weitere schnelle Gewinne: freundliche, gut erkennbare Fahrer, eine Serviette und Besteck ungefragt dabei, ein „Danke“ auf dem Bon.

Praxis-Tipp

Lies deine Bewertungen auf Google und den Portalen regelmäßig und sortiere die Kritik nach Touchpoints. Fast immer häufen sich Beschwerden an ein, zwei Stellen – genau dort lohnt es sich anzusetzen.

Fazit

Guter Service kostet selten viel Geld, aber Aufmerksamkeit. Wer seine Abläufe aus Sicht der Gäste betrachtet, findet schnell die Stellschrauben – und macht aus einer Bestellung eine Gewohnheit.

Stand: März 2026. Alle Angaben nach bestem Wissen und ohne Gewähr – Preise und Bedingungen von Anbietern ändern sich.

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